Gedanken und Geschichten

 

 

Der Fürst der dunklen Seite rief eine weltweite Versammlung der Dämonen ein.

In seiner Eröffnungsrede sagte er:

„Wir können die Menschen nicht davon abhalten, beten zu gehen „.
„Wir können sie nicht davon abhalten, ihre heiligen Bücher zu lesen und die Wahrheit zu kennen.“
„Wir können sie nicht einmal davon abhalten, eine vertraute Beziehung mit ihrem GOTT zu formen.“
„Sobald sie diese Verbindung mit Gott haben, ist unsere Macht über sie gebrochen.“
„Also lassen wir sie beten gehen; ABER nehmt ihnen ihre Zeit weg,
so dass sie keine Zeit mehr haben, eine Beziehung zu Gott aufzubauen, … „

„Das ist es, was ich möchte, was ihr tun sollt!“, sagte der Teufel:
„Lenkt sie davon ab, in ihrem Gott verankert zu sein und
diese wichtige Verbindung im Verlauf ihres Tages beizubehalten!“
„Wie sollen wir das tun?“, riefen seine Dämonen aus.

„Haltet sie beschäftigt in den Überflüssigkeiten des Leben,
erfindet unzählige Pläne, die ihren Kopf beschäftigen“ antwortete er.

„Verleitet sie dazu Geld auszugeben, Geld auszugeben, und noch einmal Geld auszugeben
und sich Geld zu leihen, soviel es nur geht.“

„Überredet die Ehefrauen zur Arbeit zu gehen, viele, lange Stunden und die Ehemänner sechs bis sieben Tage pro Woche 10-12 Stunden pro Tag zu arbeiten, so dass sie sich ihr leeres Leben leisten können.“

„Haltet sie davon ab ihre Zeit mit ihren Kindern zu verbringen.“

„Bald werden ihre Familien zerbrechen, und dann bieten ihre Häuser,
ihre Heime, keine Fluchtmöglichkeit mehr vor dem Druck der Arbeit!“

„Überstimuliert ihren Verstand, so dass sie diese ruhige, kleine Stimme nicht mehr hören können.“

„Verlockt sie dazu, jedes Mal, wenn sie unterwegs sind, das Radio oder den CD-Spieler zu spielen. Lasst sie das Fernsehen, den DVD-Spieler, den CD-Spieler und ihre PCs permanent in ihrem Haus laufen und danach schauen, und lasst in jedem Geschäft, in jedem Restaurant dieser Welt
geistlose Musik non-stop spielen.“

„Dies blockiert ihren Verstand und unterbricht ihre Verbindung mit Gott.“

„Füllt ihre Kaffeetische mit Zeitschriften und Zeitungen.“

„Bombardiert ihren Verstand 24 Stunden pro Tag mit Nachrichten,
und überschwemmt sie mit soviel ’schlechten Nachrichten‘ wie möglich.“

„Dringt in ihre Zeiten des Fahrens mit Reklametafeln ein.“

„Überflutet ihre Briefkästen mit Werbepost, Katalogen jeglicher Art, Lotterien.
Schickt ihnen jede Art von Mitteilung und werbewirksamen Angebot:
freie Produkte, Dienstleistungen und falsche Hoffnungen.. „

„Seht zu, dass schlanke, schöne Modelle auf den Titelseiten der Zeitschriften
und im Fernsehen zu finden sind, so dass ihre Ehemänner glauben,
dass äußere Schönheit alles ist und sie mit ihren Frauen unzufrieden sind.“
„Haltet die Ehefrauen zu müde, um ihre Männer zu lieben.“

„Gebt ihnen auch noch Kopfschmerzen!“

„Wenn sie ihren Männern nicht die Liebe geben, die sie brauchen,
dann beginnen diese, woanders danach zu schauen.“

„Das wird schnell ihre Familien zerbrechen lassen!“

„Gebt ihnen Ablenkungen, um sie davon abzuhalten,
ihren Kindern die wirkliche Bedeutung des Lebens zu lehren.“

„Lasst sie selbst in ihrer Zeit der Erholung übermäßig sein.“

„Lasst sie von ihrer „Erholung“ erschöpft zurückkehren.“

„Haltet sie zu beschäftigt, um in die Natur hinauszugehen …
und über Schönheit und ihre Verbindung mit Gott nachzudenken.
Schickt sie in Vergnügungsparks, Sportveranstaltungen,
Einkaufszentren, Konzerte und Kinos stattdessen.“

„Haltet sie beschäftigt, beschäftigt, beschäftigt!“

„Überfüllt ihre Leben mit so vielen „guten“ Sachen,
dass sie keine Zeit mehr haben, um nach der Kraft Gottes zu suchen.“

„Sehr bald werden sie nur noch mit ihrer eigenen Kraft arbeiten,
und ihre Gesundheit und ihre Familie für das Wohl der (Ur)Sache opfern.“

„Es wird funktionieren!“

Es war wirklich ein Plan!

Die Dämonen gingen eifrig an ihre Aufgaben, verführten überall die Menschen
noch beschäftigter und noch mehr gehetzt zu werden,
überall und nirgends hinzugehen, überstimuliert und überschwemmt zu sein.

Sie hatten nur noch wenig Zeit für ihren Gott oder ihre Familien.

Sie hatten keine Zeit mehr sich auf die Macht Gottes zu konzentrieren, was ihr Leben ändern könnte.
Ich nehme an, dass die Frage nun lautet, ob der Teufel mit seinen Vorhaben erfolgreich
gewesen ist … oder nicht?

Du bist derjenige – der entscheidet!

 

 

 

Paulo Coelho

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben;
sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben;
sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber danke ich all jenen,
die mich lieben, so wie ich bin.
Sie geben mir die Kraft zum Leben!
Danke.

 

 

Mutter Meera

„Dem Göttlichen alles darzubringen ist Hingabe. Unser Leben dem Göttlichen zu schenken ist Hingabe. Einfachheit ist Hingabe. Wenn wir einfach sind, löst sich das Ego von allein auf. Wenn wir einfach sind, kommen Antworten. Sich immer, wie groß wir auch sein mögen, daran zu erinnern, dass es etwas Größeres gibt – das Göttliche – ist Hingabe. Nicht egoistisch sein ist Hingabe. Demütig sein ist Hingabe.“

 

 

Indianische Weisheit

Die Natur erneuert sich unaufhörlich,
die Tausende von Tagen, die vergehen,
kehren in neuer Gestalt zurück.
Lerne, die Ewigkeit in jedem Augenblick zu erfassen.
Die Ewigkeit des Augenblicks ist wie ein reiner,
unveränderlicher Edelstein im Herzen der Welt.

 

 

Oscar Wilde

“Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es auch noch nicht zu Ende.”

 

 

Swami Vivekananda

Das unendlich große Meer von Wasser kann ein Schiff nicht sinken lassen, außer es kann in das Schiff eindringen. Genauso wenig kann Dich all die Negativität dieser Welt runter ziehen, außer Du erlaubst es ihr und lässt sie in Dich hinein.

 

 

Eckhart Tolle

Um dir bewusst zu werden, dass die psychologische Zeit von dir Besitz ergriffen hat, gibt es ein einfaches Kriterium. Frage dich: Ist Freude und Leichtigkeit in dem, was ich tue? Wenn nicht, dann verdeckt Zeit den gegenwärtigen Moment und das Leben wird als Last oder als Kampf wahrgenommen.

Wenn es keine Freude und Leichtigkeit in dem gibt, was du tust, dann bedeutet das nicht unbedingt, dass du ändern musst, was du tust. Es reicht möglicherweise aus, das wie zu verändern. „Wie“ ist immer wichtiger als „was“. Sieh zu, dass du dem Tun mehr Aufmerksamkeit gibst als dem erwünschten Ergebnis. Was immer der Moment bringt, gib ihm deine ganze Aufmerksamkeit. Dafür musst du auch vollkommen akzeptieren, was ist, denn du kannst nicht deine volle Aufmerksamkeit auf etwas richten und dich ihm zugleich entgegenstellen.

Sobald du den gegenwärtigen Moment würdigst, lösen sich Unglück und Kampf ganz auf, und das Leben beginnt mit Freude und Leichtigkeit zu fließen. Wenn du aus dem Bewusstsein des gegenwärtigen Moments heraus handelst, dann sind Sorgfalt, Wertschätzung und Liebe in allem enthalten, was du tust, sei es auch noch so schlicht.

 

 

Sri AmmaBhagavan:

Υ

Sei dir erst einmal sicher, dass es überhaupt ein Problem gibt,

bevor du mit aller Kraft an seiner Lösung arbeitest.

Χ

 

 

Robert Betz:

Ψ

Erst wenn du allein mit dir glücklich sein kannst, wenn du Freude an dir und mit dir selbst hast,
und das bisher Ungeliebte an dir zu lieben beginnst, bist du frei und offen für wahrhaftige Beziehungen.

Jeder Mensch sehnt sich, zu Anderen oder einem anderen Menschen dazu zu gehören. Solange du jedoch nicht dich selbst liebend ganz bei dir selbst angekommen bist, wirst du Angst haben vor Trennung, Ausgrenzung und Verlassen werden und Enttäuschung und Schmerz erfahren. Du wirst dein Verhalten darauf abstimmen, dass die Anderen dich mögen, gut, sympathisch, nett finden und nicht authentisch und ehrlich sein können.

Ständig verraten Menschen ihr Herz, verstellen sich, tun etwas, was sie ‚eigentlich‘ nicht tun wollen, um nicht in die Ungnade anderer zu fallen, kritisiert oder beschimpft zu werden. So als hätten die meisten eine stille Abmachung getroffen, gemeinsam ein Theaterstück aufzuführen.

Erst wenn du bereit bist, dir selbst zutiefst ehrlich und mutig zu begegnen und zu erforschen, deine dich selbst ablehnenden, herab setzenden Gedanken und deine Gefühle von Scham, Schuld, Kleinheit, Enttäuschung, Neid und Eifersucht, die du seit frühester Kindheit in dir erschaffen hast; erst wenn du diese Gefühle des Kindes in dir mit Liebe bejahend fühlen und verwandeln lernst und begreifst, dass du ein unschuldiges, kostbares, heiliges, wunderschönes, unendlich liebenswertes Wesen bist und dass das Leben selbst – nenne es Gott-Vater/Gott- Mutter oder wie immer du willst – dich unendlich liebt, dass du ausgestattet bist mit größter Schöpfer- und Liebeskraft, dann kommst du bei dir selbst an und kannst die Freude an dir und deinem eigenen Sein fühlen.

Öffne dich für ein neues Schauen auf dich selbst und öffne dein Herz für alles in dir, für das Lieben deiner Schöpfungen und deiner selbst und der Weg ist frei für dein wirkliches, wahrhaftiges Leben und für wahrhaftige Beziehungen ohne Angst vor Verlassen werden. Und lass dir von niemandem einreden, dass sei ein ‚langer, beschwerlicher Weg‘.

Ψ

 

 

Sri AmmaBhagavan:

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 Gott hat einen Ozean zu geben. Komme nicht mit Teelöffeln.

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Ralph Waldo Emerson (1803-1882):

Man selbst zu sein in einer Welt,

die einen ständig anders haben will,

ist die größte Errungenschaft.

 

 

aus dem “Buch von Mirdad”

Denke so, als ob jeder deiner Gedanken in flammenden Buchstaben

an den Himmel geschrieben wäre, so daß jedermann sie lesen könnte;

sprich so, als ob die ganze Welt nur ein einziges Ohr hätte,

das begierig wäre, nur auf dich zu hören;

handele so, als ob die Folgen deiner Taten auf dich zurückfielen.

 

 

Stephen Hawking

Die universellen Gesetze mögen ursprünglich von Gott gefügt worden sein, doch anscheinend hat er seither die Entwicklung des Universums diesen Gesetzen überlassen und sich selbst aller Eingriffe enthalten.

Die ganze Geschichte der Wissenschaft ist von der allmählichen Erkenntnis geprägt, daß die Ereignisse nicht auf beliebige Weise ablaufen, sondern dass ihnen eine bestimmte Ordnung zugrunde liegt, die göttlichen Ursprungs sein mag.

 

 

Max Hayek:

Eh´ ich in dieses Leben trat
wies mir ein Engel jegliches Geschehen:
Er ließ mich alle meine Wunden sehen
Und alle meine Missetat,
Er ließ mich alle meine Sünden wissen
Und alles Leiden, das ich tragen müßte,
Die liebeleere, haßdurchtobte Wüste,
Die Stundenzahl voll Schmerz und Finsternissen –
Auch wies er mir die trunknen Seligkeiten
Die ich, gleich einem Gott, durchfühlen würde,
Das Äthersein, darin ich ohne Bürde
Im Lichte schwebte über Dunkelheiten!
Ließ er verheißend durch das Herz mir rinnen. –
Der Liebe ungemessne Wonnen
Erschauernd bebten alle meine Sinnen
Und mich umstrahlten tausend Himmelssonnen !
Und als er so den Weg mir vorgewiesen
Mit seinen Prächten und den Düsterkeiten;
Mit seinen Höllen und den Paradiesen,
Sprach ernst der Engel: “Willst du ihn beschreiten?”
Und langsam sagte ich nach einer Stille :
“Ich will es – ja – der Weg, er ist mein Wille !
Und alle seine Lust und Qual
Sei mir Erfüllung freigewollter Wahl !”

So trat ich in das Leben ein,
ein Mensch, umspielt von Schein und Sein,
Dem hellen Tag, der dunklen Nacht geweiht
Und bald versunken in die Ewigkeit !

(Quelle: http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zb_okkultismus1919/0382)
Zum Verfasser: Max Hayek wurde im Jahr 1882 in Birnbaum bei Lundenburg geboren. Er war Schriftsteller. Während des Krieges war er in Caserne Dossin (Malines-Mechelen), Belgium und wurde mit Transport XXV von Malines,Caserne Dossin,Camp,Belgium nach Auschwitz Birkenau,Vernichtungslager,Polen am 19/05/1944 deportiert.

 

 

Meister Eckhart:

Gott sieht nicht darauf, worin deine Werke bestehen.

Er sieht allein darauf, welche Liebe, welche Andacht

und welche Gesinnung in der Wirksamkeit enthalten ist.

Denn Gott kümmert sich nicht viel um unsere Werke,

sondern allein um die zugrunde liegende Gemütsverfassung,

nämlich, dass wir Ihn allein in allen Dingen lieben.

 

 

Der spirituelle Weg

Frage: “Guten Abend. Ich habe gerade mit meinem spirituellen Weg begonnen.”

Adya (Adyashanti): “Hmm – hoffentlich stürzt du da ganz schnell wieder ab (fällst heraus).”

(Pause)

Anwort: “Danke. Das ist schon geschehen.”

Adya: “Und ich meine das nicht, um deinen Weg herabzuwürdigen. Bitte versteh mich nicht falsch, ich meine das ganz und gar nicht so. Ich meine dies: Was du auf deinem Weg suchst, befindet sich direkt unter deinen Füßen – bei jedem Schritt auf dem Weg.“

~ Adyashanti

Ω

 

 

 

 

Interview mit GOTT

Ich träumte, ich hätte ein Interview mit GOTT.

“Also, Du würdest mich gerne befragen?” sagte GOTT.

“Wenn Du Zeit hättest” sagte ich.

GOTT lächelte. “Meine Zeit ist die Ewigkeit…”

“Welche Fragen möchtest Du mir stellen?”

“Was überrascht Dich am meisten an den Menschen?” fragte ich.

GOTT antwortete:

“Daß sie von der Kindheit gelangweilt sind, sich beeilen, groß zu werden und dann gerne wieder Kinder sein möchten.”

“Daß sie ihre Gesundheit hergeben, um Geld zu machen, um dann das Geld herzugeben, um ihre Gesundheit wieder zu erlangen.”

“Daß sie ängstlich an die Zukunft denken und dabei die Gegenwart vergessen, so daß sie weder in der Gegenwart noch in der Zukunft leben.”

“Dass sie leben, als würden sie niemals sterben, und dann sterben, als hätten sie nie gelebt.”

GOTT nahm meine Hand und wir schwiegen eine Weile.

Und dann fragte ich:

“Was würdest Du Dir als Vater wünschen, welche Lebenslektionen sollten Deine Kinder noch lernen?”

Und GOTT antwortete:

“Zu lernen, daß sie es nicht schaffen können, von jedem geliebt zu werden. Alles was sie tun können, ist zuzulassen, dass sie selbst geliebt werden.”

“Zu lernen, daß es nicht gut ist, sich selbst mit anderen zu vergleichen.”

“Lernen, zu vergeben, indem Verzeihung praktiziert wird.”

“Zu lernen, daß es nur ein paar Sekunden braucht, tiefe Wunden in liebenden Menschen aufzureißen, und daß es dann viele Jahre dauern kann, um sie wieder zu heilen.”

“Zu lernen, daß eine reiche Person nicht jemand ist, der am meisten hat, sondern der am wenigsten benötigt.”

“Zu lernen, daß es da Menschen gibt, die einen tierisch lieben, die aber einfach noch nicht wissen, wie sie ihre Gefühle ausdrücken oder zeigen sollen.”

“Zu lernen, daß zwei Leute auf das gleiche schauen können und es unterschiedlich sehen.”

“Zu lernen, daß es nicht genug ist, einander zu vergeben, sondern sie müssen sich selbst ebenfalls vergeben.”

“Danke für Deine Zeit”, sagte ich bescheiden. “Gibt es da noch etwas, was Du möchtest, daß es Deine Kinder wissen?”

GOTT lächelte und sagte:

“Wisse einfach, daß ICH da bin.”

“Immer.”

(aus dem Amerikanischen)

 

 

Die Kirche der Liebe

ALLE, DIE DAZUGEHÖREN WOLLEN, GEHÖREN DAZU

DAS IST DIE KIRCHE DER LIEBE:

Die Kirche der Liebe hat keine Struktur – nur Verstehen.
Es gibt keine Mitgliedschaft – die, die dazugehören, wissen es.
Sie hat keine Rivalen, denn sie steht nicht im Wettbewerb.
Sie hat keinen Ehrgeiz, denn sie will nur dienen.
Sie kennt keine Grenzen, denn Nationalismen sind nicht liebevoll.
Sie ist nicht für sich selber da, sondern will alle Gruppen und Religionen bereichern.
Sie erkennt alle großen Lehrer aller Zeitalter an, die die Wahrheit der Liebe gelehrt haben.
Die, die teilnehmen, praktizieren die WAHRHEIT DER LIEBE in ihrem alltäglichen SEIN.
Es gibt keine Lebensweise oder Nationalität, die ein Hindernis wäre. Die, die SIND, wissen es.
Sie sucht nicht zu lehren, nur zu SEIN und dadurch zu bereichern.
Sie erkennt die Einheit der Menschheit an, und dass wir alle eins sind mit dem EINEN.
Sie erkennt, dass wir so sind, wie die anderen um uns herum, weil wir so SIND.
Sie erkennt den ganzen Planeten als ein Wesen an, von dem wir ein Teil sind.
Sie erkennt, dass die Zeit für die allerhöchste Verwandlung gekommen ist, die letztendliche alchemistische bewusste Wandlung des Ego zu einer freiwilligen Rückkehr zum Ganzen.
Sie verkündet sich nicht selbst mit lauter Stimme sondern leise auf liebevolle Weise.
Sie grüßt alle, die in der Vergangenheit den Weg geebnet haben und den Preis dafür zahlten.
Sie lässt keine Hierarchie und keine Struktur gelten, denn niemand ist größer als ein anderer.
Ihre Mitglieder erkennen einander durch ihre Taten und ihr SEIN und ihre Augen und durch nichts anderes als die brüderliche Umarmung.
Jede/r widmet ihr/sein Leben der stillen Liebe zum Nachbarn, der Umwelt und dem Planeten, während sie ihre täglichen Aufgaben erfüllen, egal in welcher hohen oder niederen Position.
Sie erkennt die höchste Position der Liebe an, die nur verwirklicht werden kann, wenn die ganze Menschheit sie praktiziert.
Sie hat keinen Lohn anzubieten, außer der unsagbaren Freude des SEIN und der LIEBE.
Ihre Mitglieder streben nur die Beschleunigung des Verstehens an, innerhalb welcher Kirche, Gruppe oder Familie auch immer.
Sie sollen Gutes im Verborgenen tun und nur durch ihr Beispiel lehren.
Sie sollen ihren Nächsten, ihre Gemeinschaft und den Planeten heilen.
Sie sollen keine Angst und keine Scham kennen und auch in allen Widrigkeiten Zeugen sein.
Sie hat keine Geheimnisse, kein Allheilmittel, keine Einweihung außer dem wahren Verstehen der Kraft der Liebe und dass, wenn wir es wollen, die Welt sich ändern wird, wenn wir uns zuerst verändern.
In vielen Kirchen, Gruppen und Sekten nutzen einige wenige die Schwäche der Mehrheit aus.
In der Kirche der Liebe ist es umgekehrt, sie befreit und stärkt den Einzelnen.
Die Überreste von Strukturen, die sie noch haben mag, müssen von denen gebildet werden, die wissen, dass sie Teil davon sind.

(nach Colin Bloy, übersetzt von Wilfried Fink)

 

 

Der Sinn des Lebens

Um es möglichst kurz auszudrücken, ist für den Menschen der Sinn des Lebens, sich selbst bewußt zu werden als ein Teil des Ganzen, der Schöpfung. Er ist hier auf dieser Erde, um im Laufe seines Lebens viele Erfahrungen zu durchlaufen, gute wie schlechte. Daran soll er erkennen und reifen. Mit dieser Reife geht er eines Tages in die Astralwelt oder höhere feinstoffliche Ebenen zurück, um dort eine Weile auszuruhen und zu lernen, bis es ihn wieder drängt, erneut auf die Erde zu kommen und andere, weitere Erfahrungen zu erleben. Dieser Kreislauf findet über viele Jahrhunderte und Jahrtausende statt, so lange, bis der Mensch in seinem Herzen erkannt hat, daß er ein Teil des Göttlichen ist, und wieder zurück ins Vaterhaus möchte. Das heißt, die vollständige Aufgabe des Egos, der Individualität, und dadurch die Verschmelzung mit Gott, der Quelle, dem Zentrum allen Seins. In allen Kulturen weltweit wird die Lehre der Wiedergeburt (Reinkarnation) so oder so ähnlich seit Jahrtausenden fortgeschrieben, je nach Zeiten und Regionen mit anderen Bildern, aber im Kern der Aussage gleich.

Den wenigsten Christen ist die Tatsache bekannt, dass Karma und Reinkarnation einst auch wichtige Grundlagen des frühen Christentums, also dem Urchristentum darstellten. Jesus Christus hat sich, wie einigen Stellen der Bibel und gnostischen Schriften zu entnehmen ist, für die Reinkarnation ausgesprochen.

Im 2. Konzil von Konstantinopel im Jahre 553 n. Chr. wurde auf Betreiben von Kaiser Justinian die Lehren des Origines von Alexandria (185-255), darunter auch Passagen zur Wiedergeburt, abgeschafft und die Lehre von der Wiedergeburt mit einem Kirchenbann belegt. (Origines von Alexandria war einer der größten Gelehrten und Bibelkenner, den das Christentum je gekannt hat.) Der damalige Papst Vigilius, der mit Gewalt hergebracht wurde, anerkannte die Beschlüsse in der Konstitution Dominus noster et Salvator am 23.02.554 n. Chr. und die entsprechenden Passagen in der Bibel wurden gestrichen bzw. umgeschrieben, eine gewisse Ausnahme stellt jedoch das Johannes-Evangelium dar.

Kein Mensch kann in einem einzelnen Leben die Lektionen ungebrochener Gesundheit und körperlicher Krankheit lernen, die Lektionen des Reichtums und der Armut, des zurückgezogenen Studiums und des öffentlichen Handelns, der Freundschaft und der Einsamkeit, der Auflehnung und des Gehorsams, der Tugend und des Lasters.

Ich hoffe, ich konnte Dir in der Kürze mit einfachen Worten einen Sinn vom Sinn des Lebens vermitteln.

 

 

Die Hermetischen Gesetze:

  1. Alles Materielle ist vom Geiste geschaffen.
    Das All ist reiner Geist und das Universum ist geistig.
  2. Das Gesetz der Entsprechung.
    Wie oben, so unten.
  3. Das Gesetz der Polarität.
    Jedes Teil hat ein Gegenteil.
  4. Das Gesetz der Schwingung.
    Alles ist in Bewegung. Stillstand ist unmöglich.
  5. Das Prinzip des Rhythmus.
    Alles schwingt.
  6. Das Gesetz von Ursache und Wirkung.
    Jede Wirkung hat ihre Ursache.
  7. Das Prinzip des Geschlechts.
    Zu jedem Ding gibt es eine Ergänzungshälfte, die aus beiden ein Ganzes macht.

 

 

Neale Donald Walsch:

Bei der Erschaffung der individuellen Realität bedeutet die Kontrolle über die eigenen Gedanken – was manche Gebet nennen – alles.
Die Kontrolle über die eigenen Gedanken ist die höchste Form von Gebet. Denk deshalb rechtschaffen und nur an gute Dinge. Verweile nicht in Negativität und Dunkelheit. Und sieh auch in den Momenten, in denen Dir die Dinge düster erscheinen – ja gerade in solchen Momenten – , nur Vollkommenheit, gib Deiner Dankbarkeit Ausdruck und stell Dir dann vor, welche Manifestation der Vollkommenheit Du Dir als nächstes wählst.
Wenn Du dieses Rezept anwendest, findest Du Stille und Gelassenheit. Durch diesen Prozeß findest Du Frieden. In dieser Bewußtheit findest Du Freude.

(aus „Gespräche mit Gott“ )

 

 

 

Amma Synkletika:

Es steht geschrieben: Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer (Hebr 12,29)

Die, die zu Gott gehen, haben am Anfang Kampf und vielerlei Beschwerde,

dann jedoch ist ihre Freude unaussprechlich.

Wie nämlich diejenigen, die ein Feuer anzünden wollen,

zuerst vom Rauch belästigt werden und weinen müssen

und auf diese Art das Gewünschte erreichen –

so müssen auch wir das göttliche Feuer in uns entfachen

mit Tränen und Mühen.

 

 

 

 

namenlos:

Obwohl sich die meisten Menschen heute

mit der Existenz von Krankheit abgefunden haben

und diese als normalen Teil des Alltags betrachten,

widersprechen diese gestörten Gleichgewichte

der göttlich-natürlichen Harmonie.

 

 

unbekannt:

Die Hölle stelle ich mir als einen Ort vor,

an der die Deutschen für die Unterhaltung,

die Italiener für die Ordnung,

und die Engländer für die Küche

zuständig sind.

Ψ

 

 

Nisargadatta:

Wenn du von der Welt nichts forderst, und auch nicht von Gott ,

wenn du nichts willst, nichts suchst, nichts erwartest,

dann wird der höchste Zustand uneingeladen und unerwartet zu dir kommen.

 

 

Dietrich Bonhoeffer:

Der größte Fehler, den man im Leben machen kann,

ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.

 

 

NAMASTE

Auf die Frage Albert Einsteins an Mahatma Gandi,
was denn dieser Gruß bedeute, antwortete dieser:

“Ich ehre den Platz in dir, in dem das ganze Universum residiert.

Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit,

des Friedens und der Weisheit in dir.

Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und ich auch dort bin,

wir beide nur noch eins sind.”

 

 

Khalil Gibran:

Der Mensch mit all seiner Klugheit kann nicht verstehen, was die Vögel sagen oder was der Bach vor sich hin murmelt oder was die Wellen flüstern, wenn sie langsam und sanft den Strand berühren.

Der Mensch in all seiner Klugheit kann nicht verstehen, was der Regen spricht,
wenn er auf die Blätter in den Bäumen fällt oder wenn er auf’s Fensterbrett tropft.
Er weiß nicht, was der flüchtige Wind den Blüten zu erzählen hat.

Aber das Herz des Menschen ist imstande, die Bedeutung dieser Stimmen zu fühlen und zu begreifen.

Ω

 

 

Laotse:

“Pflichtbewusstsein ohne Liebe macht verdrießlich.

Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.

Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.

Wahrhaftigkeit ohne Liebe macht kritiksüchtig.

Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch.

Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.

Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.

Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.

Macht ohne Liebe macht grausam.

Ehre ohne Liebe macht hochmütig.

Besitz ohne Liebe macht geizig.

Glaube ohne Liebe macht fanatisch.”

 

 

namenlos:

Wenn ein Kopfmensch und ein Gefühlsmensch zusammentreffen,

wird immer der Kopfmensch gewinnen.

Er hat logische, reale Argumente.

Aber er wird nie verstehen, dass es in der Nähe eines Gefühlsmenschen

eine Wärme gibt, die er mit seinem Kopf niemals erreichen wird.

 

 

Hermann Hesse:

Die Welt zu durchschauen, sie zu erklären, sie zu verachten,
mag großer Denker Sache sein.
Mir aber liegt einzig daran, die Welt lieben zu können,
sie nicht zu verachten,
sie und mich nicht zu hassen,
sie und mich und alle Wesen
mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu können.

 

 

Sathya Sai Baba:

Die Liebe in Deinem Herzen ist

der Schlüssel zur Heilung Deiner Seele.

Beginne den Tag mit Liebe.

Fülle den Tag mit Liebe.

 

 

 

aus dem Sutra der überlieferten Lehren:

“Wenn du nicht zufrieden sein kannst,

wirst du arm sein, auch wenn du reich bist.

Wenn du zufrieden sein kannst,

wirst du reich sein, auch wenn du arm bist.”

 

 

Das Geheimnis des Glücks

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister. “Herr”, fragten sie, “was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne glücklich, so glücklich wie du.”

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: “Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.”

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: “Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?”

Es kam die gleiche Antwort: “Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.”

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: “Sicher liegt auch ihr und ihr geht auch und ihr esst. Aber während ihr liegt, denkt ihr schon ans Aufstehen. Während ihr aufsteht, überlegt ihr wohin ihr geht und während ihr geht, fragt ihr euch, was ihr essen werdet.

So sind eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft, im Hier und Jetzt, findet das eigentliche Leben statt. Lasst euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.”

 

 

Sathya Sai Baba:

Verdirb nicht, was Du hast,

in dem Du begehrst, was Du nicht hast.

Denke daran: Was Du jetzt hast,

gehörte einst zu dem, was Du Dir nur erhofft hast.

 

 

 

Gott ?

Gott schläft in den Steinen,

Gott träumt in den Pflanzen,

Gott erwacht in den Tieren und

Gott kommt zum Bewußtsein im Menschen.

 

 

meine Erfahrung:

Gebete sind wie die Sprossen einer Leiter,

auf der unsere Seelen himmelwärts geführt werden.

 

 

 

Kurt Tepperwein:

Liebe ist wie eine einsame Berghütte:

Du findest nur das vor, was Du mitbringst.

 

 

 

Albert Schweitzer:


Wer über  die Welt und sich selber nachdenkt, merkt, dass alles, was ihn umgibt, Pflanzen,

Tiere, Mitmenschen, genau gleich am Leben hängt wie er selber. Wer das begriffen hat,

muss ihnen allen in Liebe begegnen. Aus Achtung vor Gott, der jedem Wesen das Leben schenkt,

damit es seine Aufgabe erfüllen kann, gilt es, jedem Achtung entgegenzubringen

und ihm zu seiner  Erfüllung zu verhelfen.

Das ist das dem Menschen schöpfungsgemäss angemessene richtige Verhalten.

Wer das tut, handelt gut.

 –

 

 

Siddhartha Gautama:

“Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen,

sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.”

 

 –

 

 

BUDDHA

Wir sind, was wir denken.

Alles, was wir sind, entsteht mit unserem Denken.

Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt.

Sprich und handle mit unreinem Geist,

und Ungemach wird dir folgen.

Wie das Rad dem Ochsen folgt, der den Karren zieht.

Wir sind, was wir denken.

Alles, was wir sind, entsteht mit unserem Denken.

Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt.

Sprich oder handle mit reinem Geist,

Und Beglücktheit wird dir folgen,

Wie dein Schatten, unerschütterlich.

 

 

 

Shri Babaji:

Liebe die ganze Menschheit.

Hilf allen Lebewesen.

Sei glücklich. Sei höflich.

Sei eine Quelle unerschöpflicher Freude.

Erkenne Gott und das Gute in jedem Gesicht.

Sprich Gutes über jeden.

Kannst du für jemanden kein Lob finden,
so lasse ihn aus deinem Leben gehen.

Sei originell. Sei erfinderisch.

Sei mutig. Schöpfe Mut – immer und immer wieder.

Ahme nicht nach. Sei stark. Sei aufrichtig.

Stütze dich nicht auf die Krücken anderer.

Denke mit deinem eigenen Kopf. Sei du selbst.

Alle Vollkommenheit und Tugend Gottes sind in dir verborgen – offenbare sie.

Auch Weisheit ist bereits in dir – schenke sie der Welt.

Lasse zu, dass die Gnade Gottes dich frei macht.

Lasse dein Leben das einer Rose sein –
schweigend spricht sie die Sprache des Duftes.

 –

 

 

Verfasser unbekannt:

Wie Kinder ihre kaputten Spielsachen

uns weinend zum Reparieren bringen,

brachte ich meine kaputten Träume zu Gott.

Aber statt ihn dann, der ja mein Freund war,

in Ruhe arbeiten zu lassen,

lungerte ich herum und versuchte zu helfen,

auf meine Art , wie ich es eben verstand.

Schließlich riss ich sie wieder an mich und rief:

“Wie kannst Du nur so schwerfällig sein?”

“Mein Kind”, sagte er, “was konnte ich schon tun?

Du hast ja nie losgelassen.”

 

 

Ralph Waldo Emerson:

Nur das, was wir in uns haben,

können wir draußen sehen.

Begegnen wir keinen Göttern, dann deswegen,

weil wir keinen beherbergen.

 

 

 

Spruch der Navajo:

Gedanken sind wie Pfeile:

einmal los gelassen, treffen sie ihr Ziel.

Hüte sie gut, oder

Du fällst Dir vielleicht eines Tages selbst zum Opfer.

 

 

 

Meister Eckehart (1260-1328):

Wenn wir ein kleines Blümchen ganz und gar,

so wie es in seinem Wesen ist, erkennen könnten,

dann hätten wir die ganze Welt erkannt.

 

 

Anthony de Mello (1931-1987):

Das Glück ist ein Schmetterling.

Jag ihm nach, und er entwischt dir.

Setz dich hin, und er lässt sich auf

deiner Schulter nieder.

 

 

Karl Rahner (1904-1984):

Die unbequemste Art der Fortbewegung ist das Insichgehen.

 

 

Phil Bosmans:

Ψ

Das Saatkorn.

Das große Geheimnis von Leben und Sterben,

von Stille, Einfachheit, Verborgenheit.

Es überlässt sich der Dunkelheit der Erde.

Es fühlt die Wärme der Sonne.

Es trinkt den Segen des Regens.

Das Saatkorn sieht die Ähre nicht, aber es glaubt daran.

Der Weg des Saatkorns ist der Weg jedes Menschen

zur Fruchtbarkeit und Reife.

Ψ

 

 

Scheinheiligkeit:

Ω

Ein Asket saß meditierend in einer Höhle.

Da huschte eine Maus herein und knabberte an seiner Sandale.

Der Asket öffnete verärgert die Augen:

“Warum störst du mich in meiner Andacht!”

“Ich habe Hunger”, piepste die Maus.

“Geh weg, törichte Maus”, predigte der Asket, “ich suche

die Einheit mit Gott, wie kannst du mich dabei stören!”

“Wie willst du dich mit Gott vereinigen”, fragte da

die Maus, “wenn du nicht einmal mit mir einig wirst?”

Ω

 

 

Kurt Tepperwein:

Δ

Niemand auf der Welt kann irgend etwas besitzen.

Alles wird hier zurück bleiben, wenn er geht.

Das Einzige, das er mitnimmt, sind seine Erkenntnisse.

Dafür allein hat er gelebt.

 (Zitat aus dem Buch: “Die Geistigen Gesetze”)

 

 

Theodor Fontane:

Man muss die Musik des Lebens hören.

Die meisten hören nur die Disharmonien.

 

 

Samuel Shoemaker

Das Gebet mag vielleicht die Dinge für Dich nicht ändern,

aber es verändert sehr wohl Dich in Bezug auf die Dinge!

 

 

Lao-tse:

Φ

“Wer männliche Stärke mit weiblicher Hingabe vereint, ist wie ein Flussbett.

Im Flussbett der Welt fliesst ewiges Leben, uralt,

doch immer zurückkehrend zur Quelle, kindhaft.”

Φ

 

 

eine Sufi-Geschichte:

Man sah Rabi’a in den Straßen von Basra,

mit einem Eimer in der einen Hand

und einer Fackel in der anderen.

Gefragt, was das bedeute, antwortete sie:

„Ich will Wasser in die Hölle gießen und Feuer ans Paradies legen,

damit diese beiden Schleier verschwinden

und niemand mehr Gott aus Furcht vor der Hölle

oder in Hoffnung aufs Paradies anbete,

sondern einzig und allein aus Liebe zu Ihm.“

 

 

Ricarda Huch:

“Liebe ist das einzige,

was mehr wird,

wenn wir es verschwenden.”

 

 

Carl G. Jung:

„…Ich denke, dass die Genesung über den nicht-materiellen Weg,

nämlich die Genesung mithilfe geistiger Methoden,

eine Zukunft ungeahnter Möglichkeiten hat.

Ich denke, dass dieser Bereich über das hinauswachsen wird,

was wir heutzutage zu Recht als „funktional“ bezeichnen,

und dass dies ebenfalls alles Organische umfassen wird…

Es ist mir erlaubt, unglaublichen Energien zu begegnen,

welche sich in der eigenen Persönlichkeit befinden,

aber auch jenen, die außerhalb dieser entspringen,

und welche sie unter bestimmten Bedingungen durchfluten können,

und die man nicht anders als göttlich nennen kann.

Dies sind Kräfte, die nicht nur funktionelle Störungen heilen können,

sondern auch solche, die organisch bedingt sind…“

 ≡

 

 

 

Kirpal Singh:

Jeder von uns ist auf seine Weise einzigartig.

Hinter dem Leben jedes Einzelnen, der hier in die Welt kommt,

steht eine göttliche Absicht.

Niemand wurde ohne Sinn geschaffen

und wir sollen von jedem etwas lernen.

Das ist das Geheimnis der Demut.

 

 

Friedrich Hebbel:

Ξ

Hab´Achtung vor dem Menschenbild
und denke, daß, wie auch verborgen,
darin für irgend einen Morgen
der Keim zu allem Höchsten schwillt.

Hab´Achtung vor dem Menschenbild
und denke, daß, wie tief es stecke,
ein Hauch des Lebens, der ihn wecke
vielleicht aus deiner Seele quillt.

Hab´Achtung vor dem Menschenbild !
Die Ewigkeit hat eine Stunde,
wo jegliches dir nur eine Wunde
und, wenn nicht die, ein Sehnen stillt !

Ξ

 

 

Anthony de Mello:

“Entschuldigung”, sagte ein Fisch aus dem Ozean zu einem anderen.

“Du bist älter und erfahrener als ich.

Sag mir, wo kann ich die Sache finden, die man Ozean nennt?

Ich habe vergeblich überall gesucht”.

“Der Ozean”, sagt der ältere Fisch, “ist das, worin du jetzt schwimmst”.

“Das? Aber das ist nur das Wasser. Ich suche den Ozean!”,

sagte der jüngere Fisch sehr enttäuscht

und schwimmt davon, um anderswo zu suchen.

 

 

Gespräche mit Gott:

Jedes Mal, wenn ich mit einem von Euch reden möchte,

kommt gleich “Entschuldigung” oder “Verzeih mir” oder

“ich bin nicht würdig”

Wie können wir so eine liebevolle Beziehung aufbauen ?

 

 

Rabindranath Tagore:

Ein Lächeln von Schalkheit

ergoss sich über den Himmel,

als du mein Herz in Lumpen kleidetest

und es hinaus sandtest auf die Straßen zu betteln.

Es ging von Tür zu Tür

und manch einmal, wenn seine Bettelschale fast voll war,

wurde es beraubt.

Am Ende des beschwerlichen Tages

kam es an deine Palastpforte

und hielt dir seine klägliche Schale hin

und du kamst

und nahmst es bei der Hand

und setztest es

neben dich auf deinen Thron.

 

 

 

Carl Gustav Jung:

“Wer nach außen schaut, träumt.

Wer nach innen schaut, erwacht.”

 

 

Eugen Drewermann:

Das eigene Wesen zu finden und ihm treu zu bleiben, ist das Wichtigste was wir im Leben lernen können.

Allein darauf kommt es an, und nur auf diese Weise dienen wir Gott (der Schöpfung) ganz:

dass wir begreifen, wer wir selber sind, und den Mut gewinnen, uns selber zu leben.

Denn es gibt Worte, es gibt Bilder, es gibt Gesänge, die nur in uns, in unserer Seele schlummern,

und es bildet die zentrale Aufgabe unseres Lebens, sie auszusagen und auszusingen.

Einzig zu diesem Zweck sind wir gemacht; und keine andere Aufgabe ist wichtiger, als herauszufinden,

welch ein Reichtum in uns liegt.

Erst dann wird unser Herz ganz, erst dann wird unsere Seele weit, erst dann wird unser Denken stark.

Und erst mit allen Kräften, die in uns angelegt sind, dienen und preisen wir unseren Schöpfer, wie er es verdient.

 

 

 

Verfasser unbekannt:

Auf dem Weg zu GOTT begegnet Dir all das,

was Dich bis jetzt von IHM abgehalten hat.

 

 

 

Dr. Wayne W. Dyer:

Ξ

“Verändern Sie Ihre Sicht auf Umstände und Gegebenheiten,

und die Umstände und Gegebenheiten, die Sie betrachten, werden sich verändern.”

Ξ

 

 

 

Paul Brunton:

Ein Mensch, der Tag um Tag jeden Gedanken an Gott von sich weist,

darf sich später auch nicht wundern,

wenn einmal der Zeitpunkt naht, da er ganz von Gott verlassen erscheint.

 

 

Max Planck:

„Als Physiker, also als Mann, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie diente, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.

Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms Folgendes:

Es gibt keine Materie an sich.

Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält. Da es im Weltall aber weder eine intelligente noch eine ewige (abstrakte) Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen.

Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche (denn die Materie bestünde, wie wir es gesehen haben, ohne diesen Geist überhaupt nicht!), sondern der unsichtbare Geist ist das Wahre. Da es aber Geist an sich nicht geben kann und jeder Geist einem Wesen zugehört, so müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selbst sein können, sondern geschaffen worden sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu nennen, wie ihn alle alten Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: GOTT!“

 

 

Erica Jong:

Nimm Dein Leben in die Hand. Und was passiert ?

Etwas Schreckliches:

Niemand ist da, den Du noch verantwortlich machen kannst.

 

 

R.M. Rilke:

Man muss den Dingen die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen, die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann
alles ist Austragen – und dann Gebären.

Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
Und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,die da sind,
als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, so sorglos still und weit …
Man muss Geduld haben,gegen das ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben, und wie Bücher,
die in einer fremden Sprache geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.

 ♦

 

 

namenlos:

Wer die Schmetterlinge lachen hört,

wer die Wolken atmen sieht,

wer die Farben des Regenbogens schmeckt,

wer den Pulsschlag der Bäume fühlt,

wer den Duft der Schneeflocken riecht,

der schwingt im Ein-Klang mit GOTT

 

 

Karl May (1842-1912):

“Der Mensch ward ein Pilger auf Erden, um ein Bürger des Himmels zu werden. Er hat hier zu säen, um dort ernten zu können. Er hat hier die Augen zu öffnen, um dort sehend zu sein. Er hat hier zu lernen, um dort zu bestehen. …

So ist also das Erdenleben eine Vorbereitung auf die große, einstige Prüfung. Das Zelt, das du als Pilger hier aufschlägst, es sei dir ein Muster des Hauses, das dich in jenem Leben erwartet.

Du sollst dir dieses Zelt so fest und sicher wie möglich bauen, du sollst es schmücken und verschönern mit den Gaben, die dir verliehen sind. Du sollst die Erde mit allem, was sie bietet, kennenlernen; du sollst die Kräfte, mit denen, und die Gesetze, nach denen Gott hier waltet, mit Fleiß studieren, du sollst die Erscheinungen der irdischen Natur und die Entwicklung des Menschengeschlechts mit steter Aufmerksamkeit verfolgen und nicht versäumen, deinen Teil für den Fortschritt beizutragen; aber du darfst dabei nie vergessen, daß du hier eben nur in einem leichten Zelt wohnst, das Gott, der Herr von Augenblick zu Augenblick abbrechen kann, um dich hinauf ins Vaterhaus zu rufen.”

( aus “Am Jenseits” v. 1898)

 

 

Blaise Pascal (1623-1662):

„Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand.“

 

 

Spuren im Sand:

Ich träumte eines Nachts, ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Und es entstand vor meinen Augen, Streiflichtern gleich, mein Leben. Nachdem das letzte Bild an uns vorbeigeglitten war, sah ich zurück und stellte fest, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur zu sehen war.

Das verwirrte mich sehr, und ich wandte mich an den Herrn:

“Als ich Dir damals alles, was ich hatte, übergab, um Dir zu folgen, da sagtest Du, Du würdest immer bei mir sein. Warum hast Du mich verlassen, als ich Dich so verzweifelt brauchte?”

Der Herr nahm meine Hand:

“Geliebtes Kind, nie ließ ich dich allein, schon gar nicht in Zeiten der Angst und Not. Wo du nur ein Paar Spuren in dem Sand erkennst, sei ganz gewiß:

Ich habe dich getragen.”

 

 

Marc Aurel:

Ω

“Die Natur des Universums faltet, wendet und ordnet
in ihr Gesetz alles ein, was ihr widersteht.

Niemand hat Ursache, sich zu beklagen, daß dies Ungerechtigkeiten nach sich ziehe.”

Ω

 

 

Reshad Feild:

“Liebe ist die größte Macht im Universum und die Ursache aller Schöpfung.

Wir sind hier auf diesem Planeten, um die Liebe kennenzulernen,

um Wissende der Liebe zu werden.

Und wir sind hier, um die Liebe in unserem Alltagsleben zum Ausdruck zu bringen.

Wir müssen die Bedeutung der Liebe in unserem Leben und die Notwendigkeit erkennen,

uns als bewußt Liebende in der Liebe Gottes zu bewähren. …

Liebe soll erkannt und manifestiert werden.”

 

 

Karl May (1842-1912):

“Der Glaube ist das geistige Sehen dessen,

was das körperliche Auge nicht wahrnimmt.”

 

 

Ute Latendorf:

Ο

Von der Sonne lernen zu wärmen,

von den Wolken lernen leicht zu schweben,

von dem Wind lernen Anstöße zu geben,

von den Vögeln lernen Höhe zu gewinnen,

von den  Bäumen lernen standhaft zu sein.

Von den Blumen das Leuchten lernen,

von den Steinen das Bleiben lernen,

von den Büschen im Fühling Erneuerung lernen,

vom Sturm die Leidenschaft lernen.

Vom Regen lernen sich zu verströmen,

von der Erde lernen mütterlich zu sein,

vom Mond lernen sich zu verändern,

von den Sternen lernen einer von vielen zu sein,

von den Jahreszeiten lernen,

dass das Leben immer von neuem beginnt …

Ο

 

 

Willigis Jäger:

Im Innersten ist diese Welt heil und in Ordnung. Sie ist heil und damit auch heilig.

In dieses Innerste der Welt, dem wir den Namen Gott gegeben haben, sind wir alle zusammengeschlossen und eingeschlossen.

Das Heilen Jesu war nichts anderes , als dass er die Kranken wieder an dieses ihr Innerstes anschloss. Das Heil, der Urgrund allen Seins hat geheilt, weil er die Menschen öffnen konnte für dieses Heil in ihrem Innern.

Auch wir sind angeschlossen an dieses Heil. Es ist unsere Mitte. Es ist in uns und es gilt diese heilende Kraft zu aktivieren, indem wir ihr Raum geben. Es gibt kein größeres Heilmittel als unser tiefstes Wesen. Heilung bedeutet uns zu öffnen für diese unsere Mitte.

Die Mitte ist heil und heilig, und dort liegt die transformierende Kraft. Der Körper ist ein unbegrenztes Feld von Informationen und Rezeptionen, die wir freisetzen können, wenn wir ruhig werden und uns auf unsere Mitte ausrichten. Je mehr wir uns öffnen und ruhig werden können, je mehr werden wir von Innen verwandelt. Die Naturwissenschaft sagt: Geist verwandelt sich in das, was wir Materie nennen.

Heilung geschieht, wenn wir die Grenzen des Alltags soweit zurücknehmen können, dass das Heil erfahrbar wird. Es geht letztendlich darum, unser Leben in Einklang mit dieser Urkraft des Heiles zu bringen.“

 

 

burmesisches Sprichwort:

“Wenn Du jemand ohne Lächeln siehst, schenk ihm Deins.”

 

 

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (1207-1273):

Als einen umfassenden Spiegel der Ewigkeit
begreife ich dich.

Ich sehe in deinem Auge
mein eigenes Bild…

und sage mir: nun habe ich
endlich mich gefunden.

In deinem Augenpaar
fand ich einen hellen Weg.

Mein Bild ruft mir zu
aus deinem Aug,

dass ich du bin, du ich,
für immer vereint.

 

 

 

Meister Eckehart (1260-1328):

Die Seele besitzt eine Fähigkeit, alle Dinge zu erkennen,

darum hat sie keine Ruhe, sie komme denn in die oberste Vorstellung,

wo alle Dinge EINS sind und dort findet sie Ruhe und das ist in Gott.

Und in Gott ist kein Geschöpf höher als das andere.

 

 

 

Blaise Pascal (1623-1662):

Weißt Du, wie Du Gott zum Lachen bringen kannst?

Erzähl ihm Deine Pläne.

 

 

 

Anschein:

Zwei Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Hauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: “Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.”

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können? “Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm”, meinte er anklagend. “Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben.”

“Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen”, sagte der ältere Engel. “Als wir im kalten Keller des ersten Hauses ruhten, bemerkte ich, daß Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so daß er es nicht finden konnte. Als wir dann in der Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen!”

 

 

 

Dr. Kurt Trampler:

Wenn wir eine geistige Heilung erstreben,

müssen wir unsere Gedanken bewußt auf die allgegenwärtige,

von Gott ausgehende Urkraft alles Lebens einstellen

und ohne jeden Vorbehalt

die lenkenden Kräfte des Schöpfungsplanes in uns wirken lassen.

 

 

 

Karl May (1842-1912):

“Richtet Eure Augen empor zum Himmelszelt!

Über und hinter Euch stehen die Sterne …
und Hunderte von Welten, von denen ihr nur wenige als kleine Punkte erkennt. Darüber zieht sich die Milchstraße, bestehend aus noch nie gezählten Himmeln, deren jeder wieder in andere neue Himmel führt. So schaut ihr von euch aus auf alle Seiten hinaus und hinein in Millionen und Milliarden Ewigkeiten und haltet eure kleine, irdische Weisheit doch für klug genug, den Herrn und Schöpfer dieser Welten im letzten, herrlichsten der Himmel zu entdecken.

Ich sage euch: es gibt keinen Himmel, der der letzte ist. Wie diese Himmel alle doch nur einen einzigen bilden, so ist der Herr auch nur in diesem einen, nicht in einem besonderen zu suchen, und wenn ihr ihn nicht im Mittelpunkt eures irdischen Firmaments findet, also hier bei euch selbst, so werdet ihr ihn dort in jenen Himmeln vergeblich suchen. Ihr findet ihn weder hier noch dort, weil ihr die falschen Augen öffnet, die richtigen aber geschlossen haltet. Ihr sucht ihn so, wie ihr nach der Erkenntnis irdischer Dinge trachtet, nämlich mit den Augen eures kargen Wissens. Die Augen des Glaubens aber haltet ihr geschlossen.”

(aus “Am Jenseits” v. 1898)

 

 

 

Zwischen den Leben:

Eine Versammlung von Engeln:

Diana Peterson, Selbstmordopfer, 36 Jahre alt, erschien vor einer Reihe von elf Engeln. Diese waren zuständig für die Führung der Akten. Als sie so vor ihnen stand, bat man sie höflich, sich zu setzen.
Der Hauptengel sagte: »Meine Liebe, wir müssen für die Akten ein paar wichtige Dinge wissen. Als Erstes: Warum wähltest du, dein Leben früher als geplant zu beenden? Und zweitens möchten wir dich bitten, den Vertrag für dein nächstes Leben vorzubereiten und zu entscheiden, wohin du als nächstes gehen möchtest.«

Diana saß da und fühlte sich irgendwie unreal. »Ich dachte, daß ich in den Himmel komme, wenn ich sterbe«, sagte sie.
»Oh nein«, antwortete ein Engel. »Das ist wirklich nur ein Mythos. Es gibt so viele Dinge, die du lernen mußt; wie kannst du annehmen, daß du all dies in nur einem Leben schaffen könntest? Nein, wir geben dir eine ganze Reihe Chancen, die Dinge zu lernen, die du begreifen willst. Wir haben dich hierher kommen lassen, damit du wählen kannst, wann du gehen und in welche Lebensumstände du kommen willst.«
Diana schnappte nach Luft. Dies war etwas völlig anderes als alles, was man sie jemals gelehrt hatte. »Also … ääh … Ich denke, dann erzähle ich euch besser, woher ich komme. Ihr müßt wissen, ich wuchs bei sehr lieblosen Eltern auf. Sie kümmerten sich nicht wirklich um mich oder sprachen mit mir. Normalerweise waren sie mit ihrem eigenen Leben und ihren Freuden beschäftigt. Ich habe mich nicht wirklich von ihnen unterstützt gefühlt. Sie haben mich nie an sich gedrückt. In der Tat habe ich sie nie sich in meiner Gegenwart umarmen oder küssen gesehen. Ich nehme an, dies ist der Grund, warum ich mir selbst gegenüber so kalt und distanziert bin.
Außerdem war mein Berufsleben so ausweglos. Ich wußte einfach nicht, was ich werden sollte und versuchte mich in mehreren Jobs. Ich schien zwar genug Fähigkeiten für eine ganz bestimmte Tätigkeit zu haben, aber die wurde nicht sehr gut bezahlt. Das Geld war immer knapp, und ich mußte doch zwei Kinder unterstützen. Mein Traumberuf war immer der einer Schauspielerin. Ich hatte auch nicht viele Freunde, nur einen oder zwei. Oft sind sie einfach gegangen, und das war’s. Und ich sehe ein wenig sonderbar aus. Manche Leute sagen, ich sei hübsch, aber ich glaube es reicht nicht, um mit den meisten Menschen mitzuhalten. Wißt ihr, ich bin nicht wie die gewöhnlichen Menschen, da ich eine Menge ungewöhnlicher Ideen habe und meine Handlungsweisen nicht wirklich normal sind. Ich mag es, mit mir allein zu sein und nachzudenken. Ich mag es, zu spielen. Ihr seht also, ich passe da nicht wirklich hin. Dazu kommt, daß ich oft krank war. Ich verfügte nicht über allzu viel Energie, war immer müde und mußte viel Zeit im Bett verbringen. Es gab Momente, in denen ich sehr gereizt auf meine Kinder reagierte; sie kamen immer in mein Zimmer und unterbrachen mich, wenn ich beim Nachdenken war. Ich glaube, ich war keine gute Mutter, denn ich hatte keinen Spaß daran, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. Oft wußte ich nicht mal, wo sie gerade waren. Ich denke auch nicht wirklich, daß sie sich aus mir etwas machten. Ich bin es auch müde, eine unwichtige Kleinigkeit zu sein, von der die Leute alles haben können, was sie wollen. Ich hatte immer Angst davor, ‘nein’ zu sagen und fühlte mich dann, als ob ich ein schlechter Mensch sei. So bin ich all dessen müde geworden. Ich dachte: ‘Ich will hier nicht mehr leben. Ich gebe es einfach auf, geh in den Himmel und vielleicht kann ich mich dort ausruhen.’ Doch das scheint nicht wahr zu sein. Nachdem, was ihr mir gesagt habt, muß ich wieder dort hingehen.« Diana machte eine Atempause.

Einer der Engel sagte laut: »Ja, es trifft zu, daß du zurückgehen mußt; doch bevor du gehst, kannst du wählen, was immer du für dich und dein nächstes Leben willst. Da wir nun wissen, warum du dich umgebracht hast und nun hier bist, möchtest du vielleicht einen neuen Vertrag mit uns machen.«? »
Du liebe Zeit, ich glaube, darüber habe ich nie nachgedacht. Ich kannte eine Menge Spanier, die aus großen, einander liebenden Familien kamen. Sie wirkten immer so vergnügt und großzügig. Ich glaube, wenn ich schon zurückgehen muß, dann würde ich gern in einer spanischen Familie leben, vielleicht in Kalifornien. Manchmal habe ich auch schwarze Familien gesehen, die so liebevoll und süß wirkten. Das einzige Problem ist, daß ich nicht unter Vorurteilen leiden möchte, wenn ich mich für eine solche Familie entscheide. In Ordnung, laßt mich sehen – ich möchte nicht allzu hart arbeiten müssen. Entweder möchte ich einen reichen Mann heiraten oder gewandt genug sein, um selbst eine Menge Geld zu verdienen. Ich möchte an den Punkt kommen, wo ich nicht mehr arbeiten muß, wenn ich es nicht will und meinen Beruf wirklich lieben kann. Ich bin es so müde, immer in einer Sackgasse zu sitzen. Ich möchte kreativ sein und das Gefühl haben, durch meinen Beruf etwas zur Welt beitragen zu können. Ich wäre gerne eine nette Persönlichkeit mit vielen Freunden, die von allen gemocht wird. Trotzdem hätte ich gerne Zeit für mich, wenn ich das will; und ich möchte hübsch und schön sein und eine gute Figur haben. Man sollte mich mögen, aber nicht nur wegen meines Aussehens.
Ich möchte ebenso von schönem Inneren wie auch Äußeren sein, so daß jeder von mir sagt: ‘Sie ist eine wundervolle Person.’ Ich glaube, das würde mir sehr gefallen. Ich hätte auch gern eine gute, robuste Gesundheit und möchte mehr mit Leuten zusammen sein. Oh, da fällt mir noch etwas ein: Ich würde gerne die Menschen lieben. Es scheint mir jetzt, als wenn ich mich nie um andere gekümmert hätte, und ich möchte wirklich für andere da sein. Das Nächste ist, daß ich entweder eine liebevolle Mutter sein oder für eine Zeit lang gar keine Kinder haben möchte. Vielleicht wäre das eine gute Idee, bis ich gelernt habe, eine bessere Mutter zu werden. Wenn ich all die Dinge tue, für die ich mich jetzt entschieden habe, werde ich wohl auch nicht genug Zeit für Kinder haben. Als Letztes möchte ich mich behaupten können. Ich möchte tun, was ich will, ohne daß jemand etwas dagegen hat oder mich dafür verurteilt. Ich möchte frei sein, zu kommen und zu gehen, wie ich will.«
»Gut, Diana, das klingt nach einem recht eindrucksvollen Vertrag«, sagte der Engel, »ich denke, wir können all das für dich arrangieren. Ich habe nur noch eine Frage zum Vertrag. Was möchtest du in deinem nächsten Leben vollenden?«
»Oh«, antwortete Diana. »Meinst du damit, daß ich selbst entscheiden muß, was ich vollenden will?«
»Natürlich«, sagte der Engel, »das ist es, worum es hier geht.«
»Also gut, laßt mich überlegen … die einzige Sache, die mir einfällt, ist zu verstehen, worum es bei der Liebe eigentlich geht. Ich denke, das würde ich gerne zum Abschluß bringen. Nein, eigentlich möchte ich lieber meine Selbstliebe vervollkommnen und lernen, wie ich mir eigenständig genug Freude, Geld und Sicherheit geben kann, so daß ich nicht mehr den Wunsch haben müßte, zu sterben.«
»Das klingt hervorragend«, meinte ein anderer Engel. »Ich denke, wir haben nun einen guten Vertrag. In Ordnung, hier ist eine Kopie für dich; die andere geben wir zu unseren Akten.«
»Wißt ihr was?« sagte Diana, »einen Moment lang dachte ich, ich käme in die Hölle, weil ich mich selbst umgebracht habe. Jetzt erzählt ihr mir, daß ich nicht in den Himmel komme. Heißt das, ich muß doch in die Hölle?«
»Du meine Güte«, antwortete der Engel, »wo hast du nur diese Geschichten gehört? Es gibt keinen Ort, der dich bestraft. Wir glauben nicht an Bestrafung und ebensowenig an Belohnung. Wir glauben nur an die Liebe. Darüber hinaus wissen wir, daß Himmel und Hölle in dir drin sind. Wenn du auf eine bestimmte Art denkst, fühlt es sich an wie im Himmel; doch wenn du dein Leben auf eine andere Weise betrachtest – ich bin sicher, du selbst kannst uns sagen, daß es wie die Hölle ist.«
»Das ist wahr«, bestätigte Diana. »Ich habe nie auf diese Weise darüber nachgedacht. Um festzustellen, ob man im Himmel oder in der Hölle ist, muß man sich bewußt machen, wie man die Dinge sieht. Nur ich selbst kann mich bestrafen oder belohnen.«
»Ach ja, vielleicht möchtest du etwas über deinen letzten Vertrag zu erfahren. Du könntest es sehr interessant finden,« sagte ein weiterer Engel.
»Ich hätte nicht gedacht, daß es da einen alten Vertrag gibt.«
»Ja, wir würden die gerne etwas über den Vertrag erzählen, den du abgeschlossen hast, bevor du in das Leben von Diana Peterson gingst. Zuvor starbst du 1926 in Italien. Du hattest elf Kinder, und es gab viel harte Arbeit. Du hattest eine sehr große, dicht geschlossene Familie, viele Verwandte und immer gut und genug zu essen. Du warst eine volle, robuste und energiegeladene Frau. Du batest darum, in deinem nächsten Leben Eltern zu bekommen, die dir die Möglichkeit geben sollten, dich als geschickte Persönlichkeit zu erfahren, die dir Freiheit lassen und dir darin vertrauen, für dich selbst sorgen zu können. Sie sollten dich gehen lassen, wohin du willst, ohne dir immer über die Schulter zu sehen. Außerdem wolltest du einen Männerberuf haben. Du wolltest Zeit zum Träumen, Nachdenken und Kreativsein. Du wünschtest wenige Menschen um dich herum, damit du Raum zum Atmen hast – nur ein paar Freunde und eine kleine Familie. Du wolltest groß und dünn sein, um nicht laufend zu hören, was für eine schöne Frau, was für eine gute Mutter oder nette Person du seist. Du wolltest einzigartig sein und herausragen, um – vielleicht wie die Frauen in den Filmen – andersartige Dinge zu tun. Du sagtest auch, daß du – da du mit all den Kindern, dem Kochen und Sauberhalten des Haushaltes so hart zu arbeiten hattest – dieses Mal nicht so viel Arbeit zu tun haben wolltest und schlugst vor, vielleicht ein wenig krank sein zu können, so wie die Kameliendame. Du wolltest allein sein können und wünschtest dir wenige oder gar keine Kinder, um auszuruhen. Wenn du überhaupt Kinder wolltest, sollten sie unabhängig sein. Auch wünschtest du dir, etwas damenhafter und ruhiger zu werden, weil du zuvor eine recht lautstarke Persönlichkeit hattest. Dies waren die Punkte deines letzten Vertrages.«
Diana war erstaunt. Zwei kleine Tränen liefen ihre Wangen hinunter. »Mir scheint, ich habe bekommen, was ich wollte. Eltern, die mir Freiraum gaben, mehr Ruhe, nicht so harte Arbeit. Ich war recht kreativ und habe sogar manchmal in Schauspielstücken mitgewirkt. Ich bin so verwirrt – ich habe mich umgebracht, weil ich bekam, was ich wollte!« Sie schlug die Hände vor das Gesicht.
»Nein, nein«, sagte der jüngste Engel freundlich. »Es war die Art, wie du über dich in deinem Leben dachtest, nämlich als unglückliche Versagerin, die dich den Tod wählen ließ.« »Du kannst alle von dir gewünschten Veränderungen haben«, meinte ein anderer Engel und klopfte Diana auf die Schulter. »Du bist nicht auf ewig verdammt. Du kannst solange immer wieder zurückgehen, bis du gelernt hast, daß nicht das zählt, was du hast, sondern was du bist. Wenn du dich selbst und andere wirklich lieben kannst, bist du im Himmel.«

Plötzlich wurde alles schwarz. Das Nächste, was Diana hörte, war die Stimme des Arztes: »Es ist ein wunderschönes kleines Mädchen, Mrs. Sanchez.« Der Arzt war überrascht, weil das Mädchen nicht weinte.

(von Dennis J. Balagtas)

 

 

 

Sathya Sai Baba

“Wir errichten Tempel,
um dort Götterbilder zu weihen
und sie zu verehren.
Woher kommt das Götterbild?
Es ist eure eigene Schöpfung.
Ihr verehrt die von Menschenhand
geschaffenen Götterbilder,
seid aber nicht bereit,
Gott im Menschen zu verehren.
Es bringt nichts,
nur Götterbilder zu verehren,
wenn ihr eure innewohnende
Göttlichkeit nicht erkennt.”

 ≡

 

 

 

Marc Aurel (121 – 180):

“Das Licht der Sonne, auch wenn es auf eine Kloake fällt,

bleibt stets makellos rein.”

 ◊

 

 

 

Max Thurian:

Wissen, daß man lebt, daß man lebendiges Leben in allen Gliedern hat, daß man liebt – das bereitet einem Freude.

Was bedeuten die Wirren dieses Lebens, wenn dieses Leben uns die Möglichkeit gibt,
zu existieren und mit allen Geschöpfen verbunden zu sein! Denn durch unseren Körper, durch den wir alle Dinge erfassen können, sind wir in der Freude mit der ganzen Schöpfung verbunden. Auch die Liebe zu den Menschen ist eine Quelle der Freude. Alle Dürftigkeit, alle Eifersucht, aller Haß erscheinen lächerlich, wenn die Freude herrscht. Dann denkt man nur noch daran, wie man das Glück mit den vollen Händen der Liebe weitergeben kann. Nichts ist einem dann lieber als die Freude eines anderen. Aus der ganzen Schöpfung, nicht vom Mensch allein, kommt die wahre Freude.

Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut und führt uns zur Freude.

Wenn wir ein reines und einfaches Herz besitzen, wird die geringste Begegnung mit der Schöpfung zu einem Ereignis, in dem die Freude geradezu aufblüht. Jedes Ding, dem wir begegnen, erscheint uns wie neu geschaffen.

 

 

 

desiderata:

Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast
und denke an den Frieden der Stille.

So weit als möglich, ohne dich aufzugeben,
sei auf gutem Fuß mit jedermann.
Sprich deine Wahrheit ruhig und klar aus,
und höre Andere an,
auch wenn sie langweilig und unwissend sind,
denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen.
Meide die Lauten und Streitsüchtigen.
Sie verwirren den Geist.

Vergleichst du dich mit anderen,
kannst du hochmütig oder verbittert werden,
denn immer wird es Menschen geben,
die bedeutender oder schwächer sind als du.
Erfreue dich am Erreichten und an deinen Plänen.
Bemühe dich um deinen eigenen Werdegang,
wie bescheiden er auch sein mag;
er ist ein fester Besitz im Wandel der Zeit.

Sei vorsichtig bei deinen Geschäften,
denn die Welt ist voller Betrügerei.
Aber lass deswegen das Gute nicht aus den Augen,
denn Tugend ist auch vorhanden:
Viele streben nach Idealen,
und Helden gibt es überall im Leben.

Sei du selbst.
Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor.
Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht,
denn trotz aller Öde und Enttäuschung verdorrt sie nicht,
sondern wächst weiter wie Gras.

Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters,
und verzichte mit Anmut auf die Dinge der Jugend.
Stärke die Kräfte deines Geistes,
um dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen.
Quäle dich nicht mit Wahnbildern.
Viele Ängste kommen aus Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei aller angemessenen Disziplin,
sei freundlich zu dir selbst.
Genau wie die Bäume und Sterne,
so bist auch du ein Kind des Universums.
Du hast ein Recht auf deine Existenz.

Und ob du es verstehst oder nicht,
entfaltet sich die Welt so wie sie soll.
Bleibe also in Frieden mit Gott,
was immer er für dich bedeutet,
und was immer deine Sehnsüchte und Mühen
in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien –
bewahre den Frieden in deiner Seele.
Bei allen Täuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen
ist es dennoch eine schöne Welt.

Sei frohgemut. Strebe danach glücklich zu sein.

Max Ehrmann

 

 

Blaise Pascal (1623-1662):

“Wenn ich es mitunter unternommen habe, die mannigfaltige Unruhe der Menschen zu betrachten, sowohl die Gefahren wie die Mühsale, denen sie sich, sei es bei Hofe oder im Krieg, aussetzen, woraus so vielerlei Streit, Leidenschaften, kühne und oft böse Handlungen usw. entspringen, so habe ich oft gesagt, daß alles Unglück der Menschen einem entstammt, nämlich daß sie unfähig sind, in Ruhe allein in ihrem Zimmer bleiben zu können…..

Die Zerstreuung ist für die Leute von Welt so notwendig, daß sie ohne sie unglücklich sind.”

 

 

 

Dschalal ad-Din ar-Rumi (1207 – 1273):

Das Kreuz und die Christen erforschte ich, landauf, landab.

Er war nicht am Kreuz.

Ich ging zum Tempel der Hindus, zur alten Pagode.

Ich fand dort kein Zeichen von ihm.

Ich ging zur Kaaba nach Mekka. Er war nicht dort.

Ich schaute in mein Herz.

Dort, an seinem Platz, entdeckte ich ihn.

Er war an keinem anderen Ort.

 

 

 

Aurelius Augustinus (354 – 430):

“Das Wunder ist nicht ein Widerspruch zu den Naturgesetzen,

sondern ein Widerspruch zu dem, was wir von diesen Gesetzen wissen.”

 

 

 

Kabir (1440-1518):

O Mensch,
wenn du nicht kennst
deinen eigenen Herrn,
worauf bist du so stolz?
Lege die Klugheit ab:
bloße Worte werden dich nie
mit Ihm einen.

Täusch dich nicht selbst
mit der Schriften Klugheit:
Liebe ist etwas ganz andres –
und wer wahrhaft Sie suchte,
der fand Sie.

Öffne deine Augen der Liebe
und schaue Ihn, der diese Welt durchdringt!
Bedenk es wohl und wisse,
dass dies dein eigenes Land.
Wenn du dem wahren Meister begegnest,
wird Er dein Herz erwecken.
Er wird dir das Geheimnis der Liebe sagen
und des Losgelöstseins,
und dann wirst du wahrhaftig wissen,
dass Er über das Universum hinausreicht.

 

 

 

 

aus den uralten indischen Veden:

Wie das Wasser, das als Regen überall vom Himmel fällt

und schließlich im Ozean mündet,

so mündet auch die Anbetung eines jeden göttlichen Aspekts

in die ewige Gottheit.

 

 

 

Swami Vivekananda

Das unendlich große Meer von Wasser kann ein Schiff nicht sinken lassen, außer es kann in das Schiff eindringen. Genauso wenig kann Dich all die Negativität dieser Welt runter ziehen, außer Du erlaubst es ihr und lässt sie in Dich hinein.