Mantram-Yoga

 

Eine der ältesten spirituellen Übungen, die uns näher zum Göttlichen in uns führen kann, ist das Rezitieren von Mantras.

Mantras sind ihrem Wesen nach Buchstabenverbindungen oder unübersetzbare Worte, die, immerfort gesprochen, zuerst bestimmte Wirkungen im Sprechenden und sodann auch im Äußeren hervorbringen. Die heilige Anrufung Om Mani Padme Hum ist z.B. eine der wichtigsten Anrufungen östlicher Religionen und bewirkt, viele tausendmale immerfort gesprochen oder gesungen, eine große geistige Reinigung. Auch das VATER-UNSER und das AVE-MARIA sind in diesem Sinn ein Mantra, ebenso wie das sogenannte Herzensgebet der orthodoxen Christen „Herr Jesus Christus, erbarme Dich“ (siehe Video unten).

Das erhabene Ziel des Mantram-Yoga (Yoga = Übung) ist die persönliche Vervollkommnung. Der Hintergrund ist eine Magie des Wortes, die die lebendigen, schöpferischen Kräfte durch „Vergeistigung“ frei macht und so den Praktizierenden selbst zum Schöpfer im Rahmen seiner eigenen Fähigkeiten macht und bei seiner Einordnung unter die ewigen Gesetze des Universums hilft.

Das möglichst konzentrierte, unermüdliche Wiederholen bestimmter Silben, Worte oder kurzer Sätze
bewirkt, daß jeder Nerv, jede Zelle, jedes Atom des Körpers im Verlauf der Übung diese Silbe, Wort oder Satz mitspricht, ja mitschreit, wodurch der Betrachtende eins wird mit dem betrachteten Gegenstand. Hierin liegt das wahre esoterische Geheimnis des Mantram-Yogas. Der Übende fühlt und denkt in der vom Mantra eingehüllten personifizierten göttlichen Heiligkeit (z.B. Jesus, Maria, Shiva, Krishna, Allah o.a.) oder einer abstrakten Weisheit (z.B. strahlendes Juwel im Lotus), er freut sich oder leidet mit ihm, mit einem Wort: er wird schließlich selbst als Betrachter zu dem Betrachteten und verschmilzt mit ihm. Das führt dazu, daß der Erkennende und das Erkannte eins werden.

Dieses „Wissen zur Selbstverwandlung“ wird schließlich zur zweiten Natur des Übenden. Eine kurze Willenseinstellung genügt, um sich, frei von jeder gedanklichen Abstraktion, frei von jeder gedanklichen Tätigkeit überhaupt, ein vollständiges Versenken in Gegenstände, Personen oder heilige Leitsätze zu erlauben und in tiefster Hingabe mit ihnen zu verschmelzen.

 

Hier nun einige Beispiele für hingebungsvolle Mantras (bitte auf den Link klicken!)

 

Jesus

https://www.youtube.com/watch?v=7RSq74pnrpo

 

 

Maria

https://www.youtube.com/watch?v=Ys1wnzMXVPA

 

 

Shiva

https://www.youtube.com/watch?v=ebylBWgEmRw

 

Bitte in diesem Zusammenhang auch das Kapitel über „das Geschenk der Vergebung“ lesen !